Die G2 Kunsthalle

Ausgewählte Werke aus der privaten Sammlung Hildebrand mit Schwerpunkt Gegenwartsmalerei sind seit März 2015 in der G2 Kunsthalle öffentlich zugänglich. 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und flexibel nutzbare, helle, große Räume bieten ideale Bedingungen für wechselnde Ausstellungen.

Das G2 ist eine private gemeinnützige Einrichtung und hat sich satzungsgemäß die Förderung junger aufstrebender Künstler zum Ziel gesetzt. Seit November 2015 realisiert die G2 Kunsthalle deshalb auch Ausstellungsprojekte in enger Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern.

Im Vordergrund der Aktivitäten der G2 Kunsthalle stehen der Dialog der Exponate aus dem Bestand der Sammlung Hildebrand zur zeitgenössischen Kunst mit aktuellen nationalen und internationalen Positionen.

G2 steht für die Idee eines Kunstforums an der Gottschedstraße in Leipzig. G2 ist ein Ort der „Auszeit“, der Raum für Reflexionen und Assoziationen sowie Möglichkeiten zum Austausch über Kunst bietet. Der Besucher ist eingeladen in der Betrachtung von Kunst sich selbst und seiner Umgebung neu oder anders zu begegnen.

Die G2 Kunsthalle versteht sich als Institution in Ergänzung zu den innerstädtischen Ausstellungsaktivitäten im Bereich der Gegenwartskunst. In direkter Nachbarschaft zur Kunsthalle der Sparkasse Leipzig ist das G2 zu Fuß in nur fünf Minuten vom Museum der bildenden Künste (MdbK) oder von der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) aus erreichbar.

 _MG_0167 Kopie

Central-Halle (1848–1898)

Das G2 befindet sich in der Leipziger Innenstadt an der Ecke von Dittrichring und Gottschedstraße gegenüber der Thomaskirche.

Die Lage ruft die historische Bedeutung des Standortes in Erinnerung: An gleicher Stelle – auf dem Gelände von Lurgensteins Garten – befand sich die berühmte Central-Halle (Bauzeit zwischen 1848 und 1849). Auch dieser Bau wies große repräsentative Säle auf und diente in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Ausstellungshalle für Industrie- und Kunstausstellungen in Leipzig. Im prächtigen Unionssaal fanden prominente Bälle statt. Außerdem wurde die Central-Halle auch für Vorträge, Konzerte und andere Veranstaltungen genutzt. So fand hier im Oktober 1863 das Festessen anlässlich der Gedenkfeier zum 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig statt.

Im Zuge der Umstrukturierungsmaßnahmen am Promenadenring wurde die Central-Halle 1898 – 50 Jahre nach ihrer Errichtung – abgerissen. Ihr folgte der repräsentative Neubau der Kommandatur, die wiederum während der Luftangriffe auf Leipzig zwischen 1943 und 1944 zerstört wurde.

Das heutige Gebäude wurde zwischen 1986 und 1989 im Zuge der letzten Phase der Neubebauung des Kolonnadenviertels als VEB-Datenverarbeitungszentrum erbaut. Mit der Schließung der nach Kriegsende über viele Jahrzehnte als Parkplatz genutzten Baulücke erfolgte ein in Leipzig durchaus als schmerzlich empfundener Bruch mit der Tradition des Ortes, die in Vergessenheit zu geraten schien.

Nach der politischen Umbruchsphase ab 1989 hat das Rechenzentrum verschiedene Nutzungen erfahren. 25 Jahre nach seiner Errichtung präsentiert sich der Bau grundlegend saniert mit einem zur Kunsthalle ausgebauten dritten Obergeschoss. Die zentrale Lage und die weiten lichten Räume mit über vier Meter hohen Decken bieten ideale Voraussetzungen für die Ausstellungstätigkeit des neu gegründeten G2.

Die Einrichtung der G2 Kunsthalle als Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst ruft nicht nur die Historizität des Standortes in Erinnerung, sondern aktualisiert diese und setzt sie mit der jüngeren Geschichte in Beziehung. So wird ein Teil Leipziger Kulturgeschichte für die Zukunft fortgeschrieben.

Zum Besuch der aktuellen Sonder- sowie unserer Dauerausstellung informieren Sie sich bitte über unsere Öffnungszeiten und/oder melden Sie sich online für unsere geführten Rundgänge an.

 

G2 Kunsthalle in der Presse (Auswahl)

Sunday Times, 29. Mai 2016 (pdf)
MDR Kultur, 26. Juli 2016, Radiobeitrag, 3:33 min (externer Link)
The Leipzig Glocal, 13. Juli 2016 (externer Link)
Leipziger Zeitung, 10. Juni 2016, Nr. 32, S. 18 (pdf)
kunst:art, Ausgabe Mai/Juni 2016, S. 20 (pdf)
Leipziger Volkszeitung, 17. März 2016, S. 10 (pdf)
Amrei’s Artblog für Entdecker, in: Artmapp März-Juni 2016, S. 157 (pdf)
kunst:art, Ausgabe März/April 2016, S. 14 (pdf)
Kunstzeitung
, Februar 2016, S. 4 (pdf)
ARTSY Collections, Oktober 2015 (Link externe Quelle)
Personalities, Hatje Cantz: Ostfildern 2015 (pdf)
MERIAN Leipzig, September 2015, S. 132 (pdf)
BMW Art Guide by Independent Collectors, week 32 2015 (Link externe Quelle)
kunnst, Herbst 2015, S. 28-35 (pdf)
Places of Spirit, Sonderteil: Art, August/September 2014, S. 6-7 (pdf)
kunsttermine, Heft 3 August/September/Oktober 2015, S. 48-50 (pdf)
ART. Das Kunstmagazin, Ausg. 4, April 2015, S. 144 (pdf)
ART. Das Kunstmagazin, Online-Ausgabe, 19. März 2015 (Link externe Quelle)
ArtMapp Magazin, März-Juni 2015, Ausg. 8, 4.Jg., S. 30-31 (Link externe Quelle)
kunst:art, Mai/Juni 2015, Nr. 43, S. 11 (pdf)
Sächsische Zeitung, Bereich: Kultur, 24. März 2015, S. 8 (pdf)
mdr Kultur, 11. März 2015 (pdf)
NeuroTransmitter, Heft Nr. 6, Ausgabe Juni 2015, S. 64-67 (pdf)
Mitteldeutsche Zeitung, 5. August 2015, S. 26 (pdf)
MEPHISTO 976 Radio, 17. August 2015 (Link externe Quelle)
Thüringische Landeszeitung, Samstag, 4. Juli 2015, S. 2 (pdf)

Lageplan